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Chansons de la Belette Malade - Bis Dezember 2011 die monatliche Radioshow für Musik aus Schubladen.

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Mittwoch, 18. August 2010

Kollektiv

Chansons de la Belette Malade
18. August 2010, 18.00-19.00 Uhr

Avaspo (LIT)
Avaspo (Audiovisual Asp of Poetry) ist ein litauisches Kollektiv, das seit 2008 eine Symbiose von Poesie, Musik und Videokunst produziert. Bei Ihrer Gründung war die Gruppe noch zu viert: Vladas, Antanas, and Aivaras verbanden ihre musikalischen Entwürfe mit den Gabrieles Texten, die sie auch selbst sang. Mit ihrer ersten Veröffentlichungen ließen Avaspo diese Grenzen bereits hinter sich: Nera Okeano erschien als wunderschön gestaltete Box und enthielt eine CD und eine DVD. Heute gehören fünf Künstler zum engen Kreis der Band, die mit verschiedenen Videokünstlern kooperieren. Avaspo ist dadurch stets mehr ein offenes Projekt als eine in sich geschlossene Band.


Das 10-Track-Album Nera Okeano (“There Is No Ocean”) bringt die volle Dosis aus Poesie, Musik und filmischen Experimenten. Die DVD enthält sogar vier Stücke mehr, alle Videos enthalten russische und englische Untertitel und wurden von Independent-Filmern wie Virginijus Malcius, Aurelija Maknyte, Virginija Apsegaite und anderen gedreht. Die Box kann auf der Website von Avaspo bestellt werden. Dort finden sich auch Videos ihrer zutiefst psychedelischen Shows, unter anderem auch von ihrem Auftritt in der Galerie treibhaus Katharinenstraße (Dresden 2010).

Zum ständigen Lineup von Avaspo gehören: Gabriele Labanauskaite - poetry, vocals; Vladas Dieninis - drums, percussion, programming, keys; Aivaras Ruzgas - programming & harmony; Pavel Kostiukov - guitar and creative sound; Rytis Koreniukas - the winds and other forces.


No News Is Good News

Avaspo | MySpace Musikvideos


No-Neck Blues Band (NY, USA)

Die No-Neck Blues Band (Myspace) ist eine bunt zusammengewürfelte Truppe verschiedener New Yorker Musiker, die regelmäßig, das heißt in diesem Falle wöchentlich, in einem Proberaum in Harlem miteinander improvisieren und musizieren. Zur ersten Besetzung von 1992 gehörte unter anderem der Multiinstrumentalist Keith Connelly, die Gitarristen Dave Shuford and Jason Meagher, der Keyboarder John Fell Ryan, der Bassist Matt Heyner und der Perkussionist Dave Nuss. In ihren wilden Jam-Sessions finden sich Einflüsse aus dem Jazz (Kategorie: Art Ensemble of Chicago), dem bizarren R'nB von Captain Beefheart's Magic Band und Zeitgenossen des New Weird Americana wie Jackie-O Motherfucker. Von letzteren unterscheiden sie sich durch ihren strikt freien und befreienden psychedelischen Freak-out, während diese seit geraumer Zeit wohlgeformte Folksongs zum Besten geben.



Viele ihrer Platten erschienen auf ihrem eigenen Labal Sound@One und wurden oft bei Konzerten mitgeschnitten. Aber auch Ihre Studio-Alben - etwa Qvaris und Clomeim - sind Glanzstücke improvisierten Irrsinns. Dieses Interview von PopMatters ist ganz lesenswert. Folgende Auswahl an Platten sollte für den Einstieg genügen:

  1. Recorded In Public and Private (1995, Ecstatic Yod)
  2. Hoichoi (1996, Sound@One)
  3. Letters From The Earth (1998, SER/Sound@One, 2006 reissue, Very Friendly)
  4. Letters From The Serth (1998, SER)
  5. Live at Ken's Electric Lake (1998), 2007 reissue, locust music
  6. A Tabu Two (1998, New World of Sound)
  7. The Birth Of Both Worlds (1999, SER/Sound@One)
  8. Sticks And Stones May Break My Bones But Names Will Never Hurt Me (2001, Revenant, reissued on Sound@One)
  9. Intonomancy (2002, Sound@One)
  10. Re: Mr. A Fan (2003, Trademark of Quality)
  11. Ever Borneo (2003, SER/Sound@One)
  12. Parallel Easters (2004, Sound@One)
  13. Dutch Money (2004, SER/Sound@One)
  14. First Kingdom Of The Ghost (2004, SER/Sound@One)
  15. The Collective Imaginings of Quantarenius, Cook, & Co (2005, Sound@One)
  16. Qvaris (2005, 5RC)
  17. Embryonnck (2006, Staubgold)
  18. Nine For Victor (2006, Victo)
  19. Roodemas (2007, Sound@One)
  20. Clomeim (2008, Locust Music)
Burnt Hills (Albany, NY, USA)
Über die New Yorker Psychrocker von Burnt Hills lassen sich nicht allzuviele Informationen finden, und auch ihre Platten tauchen hierzulande nur selten auf, da die Auflage zumeist zweistellig bleibt. Das Kollektiv möchte offensichtlich dort starten, wo Bardo Pond aufhören und will die Acid Mothers Temple überholen ohne einzuholen. Zu diesem Zwecke treten sie in wechselnder Formation auf sind darauf bedacht, ebensoviele Drummer wie Gitarristen eine Stund voll zu beschäftigen. Auf Cloud Nine (Tape Drift, 2007) sollen angeblich jeweils vier Leute Schlagzeug und Gitarre spielen - unterstützt von einem Bass. Fragt nicht, ob sie das nun wirklich alle gleichzeitig tun, es klingt jedenfalls so. In diesem Interview plaudern Eric Hardiman and Ray Hare über ein anderes gemeinsames Projekt. Auch diese Truppe ist fleißig dabei ihre Live-Auftritte zu dokumentieren, nachzuhören auf diversen Tapes, CD-Rs, CDs und natürlich Vinyl-LPs:
  1. To Your Head (Flipped Out Records, 2006)
  2. Cloud Nine (Tape Drift Records, 2007)
  3. Concussion(Holy Room Records, 2007)
  4. Stoners Pot Palace (Flipped Out Records, 2007)
  5. Under The Weather (Throne Heap, 2007)
  6. Amphipacifica (House Of Alchemy, 2008)
  7. Blunt Greeper (Bumtapes, 2008)
  8. Green Blare (The Lotus Sound, 2008)
  9. Microburst (Yod Tapes, 2008)
  10. Morning Glory (Ruby Red Editora, 2008)
  11. Tonite We Ride (Flipped Out Records, 2008)
  12. Holy Fires (Ruralfaune, 2009)
  13. Over The Rainbow (Noiseville, Flipped Out Records, 2009)
  14. Alpha Seven (Carbon Records, 2010)
  15. Herb Saint (Flipped Out Records, 2010)
  16. Burnt Hills (Holy Room Records, 2010)
  17. The Moon Of The Sky (Troglosound, 2010)
Während wir mit Avaspo in eine poetische Parallelwelt eintreten, versinken wir mit der No-Neck Blues Band in einen tiefen Dornröschenschlaf, aus dem uns dann Burnt Hills zum Mond katapultieren ... und gleichzeitig beginnen wir, komischen Zeug zu schreiben - auf Wiedersehen.

Tracklist
  1. Avaspo - Froido Sapnas (Nera Okeano, Avaspo 2009)
  2. Avaspo - Kopenhagos Oro Uoste (Nera Okeano)
  3. Avaspo - Masinos - Saltos Mano Geles (Nera Okeano)
  4. No-Neck Blues Band - La Promesse Miruco (Clomeim, Locust 2008)
  5. No-Neck Blues Band - Silurist 2 (Clomeim)
  6. No-Neck - Blues Band: The Doon (Qvaris, 5RC 2005)
  7. Burnt Hills - Over The Rainbow [B-Side] (Over The Rainbow, Flipped Out Records 2009)

Mittwoch, 11. August 2010

Blue Hills by Michael Hurley

Beim Hören von Neil Young & Pearl Jam's Mirrorball hat der Red. sich oft gewünscht, der Meister hätte doch mal eine ganze Platte mit diesem Mischinstrument aus Akkordeon und Orgel aufgenommen, dessen korrekte Bezeichnung ihm stets sofort nach der Belehrung wieder entfällt. Nun war der vier Jahre ältere Michael Hurley schneller und hat, mit Gitarre, "old pump organ" und E-Piano eben jenes Album - zumindest eine A-Seite davon - eingespielt. An verschiedenen Orten (mindestens ein Motelzimmer muss dabei gewesen sein), mit Instrumenten, die zur Hand waren, hopps gemastert (ganz fein, steht zwar nicht drauf, wird aber Timothy Stollenwerk gewesen sein) und tausendma auf Vinyl gepresst von Mississippi Records, die sich ja schon verdienstvoll seines backcatalogues angenommen haben. Fertig ist der Lack. So schwer war's doch gar nicht, oder?

"Turn on the tea and let it brew.
I like six cups not one or two."
Dem ist nichts hinzuzufügen. Das hören wir jetzt tausendma.