333x2 - Satan kannst Du mir nochmal verzeihen?!
Chansons de la Belette Malade
333x2: Most subliminal Tardcore & Deskmetal show ever!
15. September 2010, 18.00-19.00 Uhr
Was ist noch tödlicher als schwedischer Death Metal, noch gefährlicher als norwegischer Black Metal? Es sind die global agierenden, maskierten Uber-Röcker des Desk Metal und Tardcore!
Faxed Head beispielsweise sollten eigentlich gar nicht mehr unter den Lebenden weilen, da die jugendlichen Leimschnüffler aus Coalinga, CA in den 90er Jahren kollektiv Selbstmord begehen wollten (lest die ganze Geschichte). Sie überlebten, aber um welchen Preis: mit bizarren Verletzungen und diesen entsprechenden Pseudonymen verunsicherten McPatrick Head, Gitarrist Neck Head, Drummer LaBrea Tar Pits Head, der Noiseverantwortliche Fifth Head und der Bassist Graph Head, später Jigsaw Puzzle Head fortan die Musikwelt in der härtestmöglichen Gangart und schlimmer. Wie das auf geneigte Hörer zu wirken hat, schildert Mark Prindle (unbedingt auch die Rezension der DVD lesen - dann kaufen und dort das Easter Egg der Bon Larvis Band finden!). Sensation: Glaubt man McPatrick Head, ist ein viertes Album gerade in Arbeit!
Die Geschichte von Sockeye begann bereits 1987 und ist nicht weiter bekannt. In einer Besprechung von Trouser Press ist trefflich beschrieben, wie sie vorzustellen wäre: Nimmt man einen Siebtklässler, der zumeist eine Hand in der Hose hat und mit der anderen seine Popel in einem Glas sammelt während er (Lautsprecherschaltung, Herr Holmes/Frau Marple!) Mädels anruft und ihnen droht, sie zu schwängern - dann muss man diese Figur nur noch mit Vier multiplizieren und heraus kommt Sockeye. Über das Hauptwerk von Sockeye heißt es dort übrigens: "If Sockeye are the Beatles of this sort of shit, Retards Hiss Past My Window is its Sgt. Pepper's." (Die mit Bonus-Tracks vollgestopfte CD-Wiederveröffentlichung wird von 100%Zero Records für schlappe $5 unter die Säue geschmissen.) Sockeye, so könnte man es auch sehen, gingen zeitgleich mit Ween an den Start und überlegten sich dann unterwegs, ab und zu ein Gläschen zu sich zu nehmen, der Rest würde sich schon irgendwie ergeben. Wer davon trotzdem nicht genug kriegt, kann sich gratis mit noch mehr Zeug versorgen, weil das Label Mortville Noise die ausverkaufte Compilation Barf on a Globe für nix an alle Kunden verschenkt. Und ganz geheim - Ihr wisst es nicht von uns! - sucht mal auf dem Blog Youdontbelonghere nach alten Tapes :)
Und als wäre dies nicht genug, erhob sich aus der Asche von Sockeye wie Cthulu aus dem schwarzen Loch eines muffeligen Kellers das widerlichste hundertköpfige Biest mit den abertausend unsagbaren Namen: Einige nennen es Demonpupse, andere nennen es Blütstürz, manche nennen es Monstermatsch, wenige Eingeweihte aber Breathilizor. Sie sind die Essenz des Metal, kennen alle finsteren Werke von Aleister Crowley bis "Zaubersprüche für Dummies" auswendig und können einen Menschen mit einem Song töten. Wer also noch nicht weiß, wie er ratzfatz ins kühle Grab steigen kann, sollte sich Fallen Corn Messengers of Winter Doom VI: Return to Bobler’s Index anhören, die Rezension vom Dusted Magazin ist schlichtweg eine Untertreibung!
Tracklist (in progress, album titles soon)
- Breathilizor - Something of Something Part V

- Ass - English Potty Training
- Faxed Head - Violence Gone
- Ass - Habeus Corpse
- Schleim Keim - Satan
- Poopy Necroponde - Billybob American
- Ogo Dys - A World Without Stupid Assholes
- Dick Panthers - Town Review 17
- Junkpile Jimmy - Scorpion Whip
- Gibson Bros. - Satanville
- Ass - No More Taste
- Kolob Trust Fund - Fresh Salmon Fillet

- Sockeye - Tittyfuck a Coalminder
- Breathilizör - Call of Cthulu
- Faxed Head - Gore and Guts
- Demon's Claws - Satan's Little Peg Pig
- Ass - Scrotum Slap
- Sockeye - Satan Medley
- Breathilizor - Time Travel of Acid
- Ween - With My Own Bare Hands
- Junkpily Jimmy - Two Brothers Sentenced to Death
- Dick Panthers - Field of Grain
- Breathilizor - Black [of?] Grave
- Faxed Head - Chiropractic
- Breathilizor - Beaver of Cleaver
- Z-Rock Hawaii - Piledriver
- Beck - Satan Gave Me Taco
Anz.: Geld rein, Tardcore raus - Bild klicken!Das rät der Fachmann:
Dann lockt die Flucht ins Nichts der Drogenparadiese [...] oder in aggressiven Satanskult mit seinen angstgeschwängerten, sadomasochistischen, zu "Happenings" gewordenen Gruseldemonstrationen. In offiziellen Einladungen zu Heavy- oder Black Metal-"Konzerten" wird Blut und Satanisches in Aussicht gestellt: "Wenn ihr blutgeil seid, müßt ihr auf unser nächstes 'Slaughter in Hell-Konzert' kommen." "Wir zerreißen Kreuze und blutige Köpfe auf der Bühne, erschießen Mönche und Jesus Christus."
Die "Rolling Stones" ließen ihr bekannt gewordenes Altamonter Konzert bereits 1969 von den "Hell's Angels" bewachen und hatten Titel wie "Their Satanic Majesties Request" [d.i. eigentlich nur der Titel eines Albums dieser bekannten Death Metal-Combo; Anm. d. Red.]. In anderen "Konzerten", auch der Gruppe "Judas Priest", werden Titel wie "The number of the Beast 666" [korrekt: 333x2; Anm. d. Red.], "Black Magic", "Sympathie [sic!] for the devil" usw. mit Texten wie "Satan - Er ist Gott", "Ich liebe, es meine Gegner abzustechen" etc. geboten.
Rockgruppen bringen durch derartige, von rhythmisierter Lärmgleichschaltung begleitete Texte Jugendliche in Extase, die in Wahrheit eine Flucht [vor dem Autor und seinesgleichen?; Anm. d. Red.] ist. Die Flucht kann nur in einem wahnverwandten Niemandsland enden, in dem nur Giftpflanzen blühen." Armand Mergen(Ders.: "Frühling ohne Blumen - Herbst ohne Früchte", in: Hoffmann, Hilmar (Hrsg.): Jugendwahn und Altersangst, Frankfurt am Main: Athenäum 1988, S. 121-128, dort 127f. )

reakshow!


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